Magische Hände

3 Gedanken zu “Magische Hände

  1. Den abgebildeten Beitrag in diesem Buch von Dir muss ich mal in Ruhe lesen, noch nicht dazu gekommen.
    Aber dass Du Julia Klöckners Frisur als Vergleich heranziehst, der Dir nicht zum Vorteil gereicht, überrascht mich. Ich finde Julia Klöckner ist eine der bestaussehendsten Politikerinnen ever. Habe sie noch nie mit unattraktiver Frisur gesehen. Auch immer geschmackssicher gekleidet. Also ich kann schon verstehen, dass Jörg Pilawa auf sie abfährt! Der ist aber auch nur 6 Tage jünger als ich, am 7. September 65 geboren, daher vielleicht daher ähnlicher Geschmack!

  2. Ach herrlich, heute ist wieder Kolumnenmittwoch.
    Witzig, „der Appel fällt nicht weit vom Baum“. Mir geht es mit Friseurbesuchen wie dir, Saski. Ich bin immernoch auf der Suche nach den magischen Händen. Meine letzten Friseurinnen konnten alle gut färben, aber nicht schneiden. Früher, mit meinen langen Haaren, spielte das Schneiden keine Rolle, aber jetzt schon. Ich bin zwar eine leidenschaftliche Omi, aber deshalb muss ich ja nicht gleich so aussehen, denke ich mir.
    Und was die Friseursalonnamen anbetrifft, haben wir auch den gleichen Faible. Wenn ich als Beifahrerin durch Berlin fahre, studiere ich immer die Namen der Friseursalons: „Haarscharf“, „Hairzlich“, in BRB war ich mal in einem „Hairreinspaziert“ …
    An Gitta denke ich auch oft- immer, wenn es darum geht: Was ziehe ich heute an? Als Gitta das einzige Mal bei uns zu Besuch war, um uns gegenseitig kennenzulernen, war es so, als würden wir uns schon immer kennen. Und ich lernte von ihr einen Tipp kennen, den sie bei einem Interview eines Malers von selbigen bekommen hat. Diesen gebe ich jetzt einfach mal weiter, weil ich diesen seitdem immer befolge. Trage immer drei Farben bei deiner Kleidung: Zwei, die zueinander passen und eine Kontrastfarbe. Das ist immer mein letzter prüfender Blick in den Spiegel.
    Und der Tag ihres Todes wird mir auch immer in meinem Gedächtnis bleiben, als wäre ich anwesend gewesen. Du erzähltest uns, dass Dich Gittas Lebensgefährte verzweifelt angerufen hat, weil er in diesen Minuten Beistand brauchte. Du kamst aber nicht sofort von Deiner Arbeit weg und riefst deshalb Deinen Schwager S., der in der gleichen Straße wohnte an, ob er nicht schnell zu V. gehen könne, um ihm beizustehen und ihn zu trösten. S. machte sich mit seinem neugeborenen Sohn sofort auf den Weg. Er konnte den Kleinen ja nicht alleine zu Hause zurücklassen. Ich werde diese Anteilnahme mein ganzes Leben S. hoch anrechnen. Das war überhaupt nicht selbstverständlich. Und als du dann eintrafst, erschien dir der Anblick der vier Personen als etwas ganz Besonderes: Der Tod und ganz dicht daneben das neue menschliche Leben. Was für eine emotionale Situation. Mir kommen heute noch die Tränen, wenn ich an dieses, unseres Telefonat denke. Aber auch das ist ein Wunder der Natur: Einer geht, der Andere kommt.

  3. Was für ein wunderschöner Text, die gesamte Bewunderung für diese Frau ist so spürbar. Sehr schön, sehr sensibel geschrieben. Ich liebe deine Texte, Saskia. Ich freue mich jedesmal so sehr auf die Mitteschnitte. Immer etwas Neues, eine andere Sicht aufs Leben und diesmal etwas Alltägliches mit etwas so Tiefem zu verbinden, absolut top.

    Ich wusste übrigens nicht, dass du Ansätze färbst, das sieht bei dir immer so natürlich aus. Bravo an Max.

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